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Sonntag 13.7.08, Vom Campingplatz Krakviken zur 84(Bada-Nord)

Bei bezogenem Himmel und mit böigem Rückenwind geht es in nordöstliche Richtung zur Schleuse Krokfors (ca. 4,5 km). Als wir ankommen können wir gleich in die Schleuse fahren. Nach zwei Kammern wollen wir noch geräucherten Fisch an der Schleuse kaufen. Der Schleusenwärter ist selbst der Verkäufer. Hier wird mit Birkenholz gearbeitet und er erlaubt uns auch einen Blick in den Ofen mit bestimmt 40 Saiblingen im Rauch. Wir kaufen ein 15x15cm und 3 cm dickes selbst eingeschweißtes Stück Lachs (580g für gerade mal 58 SK).

Wir halten den uns links und fahren in eine gut 6km lange Bucht in Richtung Vageln. Mittlerweise ist die Sonne wieder draußen. Die Plätze 87 und 88 sind schon/noch belegt. Ganz schmal mit steil aufragenden Felsen sind für mich der Schönste Bereich, den wir bisher gesehen haben. Ich werfe die Angel aus und wir schleppen den Blinker hinterher. Es dauert nicht lange und der erste kleine Barsch hängt am Haken, befreit sich aber gleich wieder. 10min später hat der nächste Barsch angebissen. Er darf wieder ins Wasser. In der nördlichen Spitze der Bucht kommt dann ein kleiner Hecht nicht an meinem Schleppköder vorbei und verschlingt ihn bis zum Anschlag. Ich hätte ihm ja die Freiheit geschenkt…aber der Haken saß so tief, daß der Kopf ab musste. Raus aus der Bucht gab’s jetzt Südwestwind. Wir halten genau auf die 85 (Bada-Süd) zu. 100 m weiter liegt die Hütte 84 (Bada-Nord) direkt am Strand. Da wir freie Auswahl haben, entscheiden wir uns für die 84. Feuer gemacht, den Lachs von der Schleuse mit Backkartoffeln aus der Feuerglut. Solchen Fisch haben wir noch nie gegessen. Einfach köstlich. Der kleine Hecht landet auf dem Grill, da wir eigentlich schon satt sind, fällt er beim Geschmack (und die kleinen Gräten) doch ab. 6 Belgier kommen etwas später und platzieren sich ein Stück weiter. Dann stellt sich ein richtiger Schwede vor(der erste und einzige den wir bei paddeln trafen), der mit zwei Freunden unterwegs war.   - Alles nette Leute.

<--vorher -- nachher-->

Montag 14.7.08, Von 84 zur 91 (Harhalsen)

Alle Handgriffe sitzen, wir brauchen kaum noch eine Stunde, um das Zelt abzubauen und alles wieder im Boot zu verstauen. Trotzdem ist es schon wieder Dreiviertelzehn. Gerade rüber über den Östra Silen geht es heute in den Harnäsfjorden. Bei wenig Wind kommen wir gut voran. An der 92 (Stussholmen) treibt speziell mich meine Verdauung ins Häuschen. Dort „wohnen“ schon 4 Schweizer, denen die Insel so gut gefällt, daß sie gleich noch einen Tag länger bleiben wollen. Wir schwatzen noch 10 min  -  in deutsch!

Ne Stunde später nutzen wir den in der Karte eingezeichneten Müllplatz zur Entsorgung unserer Reste. Als wir auf dem Bäcketjärn ankommen, kann ich mit dem Fernglas nur einen dicken Schilfgürtel rund um den See entdecken. Wir entschließen uns das Boot an einem Anlegeplatz ganz am Eingang des Sees liegen zu lassen und zu Fuß die gut 4,5 km zum Lanthandel nach Svensbyn zu laufen. Von der Straße aus können wir sehen, daß der Schilfgürtel nicht durchgängig ist und wir eigentlich bis zur Straßenbrücke hatten paddeln können.

Die Straße zieht sich. Die Tanke mit angeschlossenem Supermarkt bietet uns frisches Weißbrot (das schwedische Brot ist nicht unser Fall), Steaks und Getränke. Den Rückweg wollen wir (eigentlich nur ich) trampen. Daumen raus und das erste Auto hält an. Ein Papa mit kleiner Tochter im Kindersitz auf dem Vordersitz räumt die Rückbank und lässt uns einsteigen. Ich kratze mich gleich bei Ronja, dem kleinen Mädchen, mit einem kleinen Stückchen frischem Weißbrot ein. Obwohl er links abbiegen wollte, fährt er uns noch bis zum Abzweig, wo unser Boot liegt. Das Leben scheint hier viel ruhiger zu verlaufen und die Menschen sind entspannter.

Auf dem Rückweg strahlt die Sonne nur der Wind nimmt langsam zu. Am Rastplatz 91 liegt noch kein Boot. Bei der Besichtigung stellen wir aber fest, daß schon ein Zelt an der Hütte aufgebaut ist. Kein Problem, es ist genug Platz für unser Zelt und eine wilde Feuerstelle ist auch vorhanden. Nachdem wir aufgebaut haben kommen die Eigner des Zeltes - vier holländische Jugendliche.

Der Wind wird immer stärker aber es fängt nicht an zu regnen.

Dienstag 15.7.08, Von 91 zum Campingplatz Krakviken oder nur Gegenwind ist echt Schei…

Der Wind ist nicht weniger geworden. Vorsichtshalber machen wir die Spritzdecken schon mal drauf. Unter Land können wir dem böigen Südwestwind im Harnäsfjorden entgehen. Aber dann Gegenwind, das Boot platscht auf das Wasser und ich bin oberhalb der Spritzdecke platsch nass. Jetzt brauche ich auch keine Regenjacke mehr anziehen. Während wir so mit Macht gegen den Wind paddeln landen wir in einer Bucht, in die wir gar nicht wollten, umdrehen und zurück. Die zwei Kilometer zur Schleuse sind dann richtig anstrengend geworden. Bei einigen Böen ist es schwieriger das Paddel oben durch die Luft als unten durchs Wasser zu bekommen. Mir haut es einmal sogar das Paddel aus der Hand.

Endlich an der Schleuse angekommen, melden wir uns beim Wärter und Bärbel kauft ein Stück Lachs und einen geräucherten Saibling im Ganzen für gerade 13€.

Als wir aus der Schleuse Krokfors fahren, hat das Kanu vor uns echte Schwierigkeiten, mit den Wellen und dem Wind klar zu kommen. In der Zwischenzeit habe ich die Regenjacke dann doch angezogen. War auch gut so. Wir queren den Västra Silen 90° gegen die Wellen.

Als wir um die Ecke in die Bucht zum Silver Lake Camp abbiegen, ärgert uns der Wind wieder kräftig. Wir hatten den Eindruck, Petrus hat was gegen uns.

Am Zeltplatz angekommen, verstauen wir die ersten Sachen schon mal im Auto.

Unangenehm fällt uns die Vorhut eines Jugendcamps des CPA (Pfadfinder der Adventjugend) auf. In klassisch deutscher Weise wird mit schwarz-rot-goldener Kordel ein Bereich des Zeltplatzes eingegrenzt. Man tut so, als wenn ihnen der ganze Platz gehört und die noch vorhandenen Familienurlauber nur stören. In einem Land in dem das Allemansrätt gilt, bin ich ob meiner Landsleute wieder mal peinlich berührt. 

Unser letzter Tag im Zelt ist angebrochen, unser Urlaub neigt sich nun spürbar dem Ende entgegen.

Mittwoch 16.7.08, Rückfahrt nach Göteborg

Nach 5km bemerkt Bärbel, daß wir den Fisch im Kühlschrank vergessen haben, also noch mal schnell auf den Zeltplatz. Das sonnige Wetter wird nach Süden hin immer weniger freundlich und nach einer knappen Stunde Autofahrt fängt es an zu regnen.Kurz vor Göteborg springen wir noch mal in ein Einkaufszentrum an der Autobahn und kaufen ein paar Sachen als Mitbringsel ein.

15:30 sind wir am  Deutschlandkai und können auch sofort einchecken. Sachen aus dem Auto und hoch in die Kabine. Dann wird ordentlich lange geduscht (ohne Zeitbegrenzung, wie auf dem Zeltplatz und vor allen Dingen heiß.)

Nach einem viel zu umfangreichen und schlimmer Weise auch schmeckenden Abendbuffet, brauchen wir noch mal ein bisschen frische Luft.

Tschüß Schweden – wir kommen sicher wieder.

Donnerstag 17.7.08

Ankunft in Kiel mit 10min Verspätung , nicht wirklich ein Problem für uns.13:00 Uhr sind wir zu Hause, irgendwie doch reichlich geschafft.

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