Canow – Fleether Mühle – Wustrow – Schwanhavel – Drewensee – Canow

Nachdem wir den Rheinsberger Rhin befahren hatten, setzten wir zum Campingplatz Canow am Kleinen Pälitzsee um. Wir kommen gegen 19:30 Uhr an, suchen (und das im wahrsten Sinne des Wortes) einen Platz zum Zeltaufbau, da es doch recht voll am Wasserwanderplatz ist und ich fahre das Auto zum Parkplatz. Hier kann es die zwei Tage stehen, die wir für unsere Tour geplant hatten. Es fällt uns auf, dass im Vergleich zu unserer Fahrt vor 3 Jahren sich die Anzahl der Paddler mindestens verdreifacht hat. Auf dem Zeltplatz gibt es einen gut bestückten Kiosk. Ein kleines Manko: Toilettenpapier muss man selber mitbringen.

Am Morgen wird alles verpackt und es geht los. Schon nach gut 2 km  erreichen wir die Schleuse Canow. Recht neidisch schauen die Bootsführer der großen Schiffe, wie wir bis kurz vor die Schleuse paddeln und auf den Wink des Wärters in die Schleuse fahren neben und hinter die 3 oder 4 Großen. Das Einrangieren dauert wegen 3 Ruderbooten etwas länger, die sind doch recht sperrig.

Weitere 3,5 km weiter kommt die Schleuse Diemitz. Auch hier das gleiche Bild, etliche Yachten oder Wohnschiffe warten auf das Passieren des Nadelöhrs, während wir schon beim ersten Gang durchkommen. Den dahinterliegenden kurzen Kanal, unterbrochen vom kleinen Großen Peetschsee haben wir schnell durchpaddelt. Bei der Ausfahrt auf den Vilzsee erwarten uns wieder kurze, recht hohe Wellen, verursacht von starkem Wind und Motorbootverkehr. Hier hat uns beim letzten Mal eine Welle erwischt – wir waren einfach nicht darauf gefasst und die Spritzdecken waren nicht schnell genug drüber gezogen. Aber diesmal geht es besser!

Rechts rum in den erholsam ruhigen Kanal Richtung Fleether Mühle, wir haben den Motorbootverkehr hinter uns gelassen!

An der  Umtragestelle erwartet nun auch uns ein Stau, es herrscht starker Andrang und die mit Gepäck beladenen Boote sind auch bei ordentlichem Steg nicht so schnell rausgenommen. Nach kurzer Zeit sind wir aber an Land und Dank eigenem Bootswagen sind wir auch zügig vom Nadelöhr verschwunden. Ansonsten kann man hier auch einen Bootswagen leihen.

Nun diskutieren wir, ob wir die Angebote des Bistro’s am Wasserwanderrastplatz von Pack&Paddel  nutzen. Da die Sonne inzwischen kräftig wärmt, lassen wir uns von der Aussicht auf ein kühles Radler verführen. Dazu gibt es Leberkässemmel bzw. Bockwurst aus dem Angebot des Backshop’s der aber eher eine echter Tante Emma Laden ist und alles anbietet, was Paddler so braucht. Auch hier fällt auf: Es sind deutlich mehr Leute mit Kanu / Kajak unterwegs!

Nach der Rast geht es schön gemütlich raus auf den Rätzsee, danach in den (oder das?) idyllische Drosedower Bek. Hier gibt’s jede Menge Seerosen und Wasservögel zu beobachten. Auf dem anschließenden Gobenowsee suchen wir kurz die Ausfahrt Richtung Klenzsee und Wustrow, finden ihn aber dann doch recht schnell nachdem wir ausreichend linksrum gefahren sind. Unter einer Straßenbrücke hindurch geht’s in den Klenzsee und hinter einer Gruppe von 3 Booten, die wir als Pfadfinder nutzen, weiter in die schmale Durchfahrt durch den Wald Richtung Umtragestelle Wustrow. Sehr idyllisch – aber leider viele Mücken – also beeilen wir uns lieber!
Das Umtragen hier ist etwas beschwerlich (200m, erst berghoch – über die Straße – dann bergrunter), aber beherrschbar. Der Wasserwanderrastplatz vom Kanuhof gefällt uns gut, aber wir wollen ja noch weiter!

Gemächlich und unterstützt von leichtem Rückenwind schippern wir über den Plätlinsee Richtung Schwaanhavel. Diesmal sind wir die Pfadfinder, Dank Jübermann und Drittbefahrung wissen wir ziemlich genau, wo wir hinwollen und ein paar Leute hängen sich dran. Abgesehen davon ist der See eh nur im ausgetonnten Bereich zu befahren. Zu Beginn der Schwaanhavel kommen uns ausgerechnet an den engsten Stellen noch ein paar Boote entgegen, dann wird es aber ruhig und wir genießen die Natur pur. Nachdem wir dieses Jahr schon die Warnow und Rhin gepaddelt sind, erscheint es uns dieses Mal nicht ganz so urig wie sonst, aber trotzdem schön!

Am Ausgang zur Havel stehen wir vor der Wahl linksrum, Schleuse und übernachten auf dem Rastplatz der Kanumühle Wesenberg oder rechtsrum und noch 6 km bis zum Campingplatz am Drewensee. Da wir noch können und das Wetter mitspielt entscheiden wir uns für Letzteres. Dort angekommen stehen wir vor einer überfüllten Wasserwanderwiese, finden aber zwischen den Zelten mehrerer Jugendgruppen noch ein nettes Plätzchen. Am nächsten Morgen starten wir etwas später, da wir unser Zelt möglichst ganz trocken verpacken wollen, um den nochmaligen Aufbau zu Hause zu sparen.

Durch den Drewensee am schön restaurierten Gutshaus Ahrensberg vorbei machen wir schon nach einer knappen dreiviertel Stunde kurz vor der Holzbrücke beim Fischer rast. Einen Kaffe und ein frisch geräucherter Saibling müssen sein. Wir haben schließlich Urlaub. Auf den  9 km bis zur Schleuse Strasen passieren wir Wangnitz-, Großen Priepert- und Ellenbogensee. Hinter der Schleuse war wieder das ganz große Anstehen für die großen Boote. Bei dem Durchsatz werden die Letzten einige Stunden warten.

Es ist nicht mehr weit bis zum Zeltplatz Canow (knapp 5 km), wo unser Auto steht. Ein kurzes Stück vom Großen rein in den Kleinen Pälitzsee und schon sind wir da. Boot auf die Wiese ziehen, auf die Uhr schauen, 20 vor 3, da kommt niemand mit dem Auto aufs Gelände vom Campingplatz,  auch gut, Toilette gehen, was essen, Boot schon mal ausräumen.

Dann kann ich das Auto holen, alles einladen, Boot rauf, festschnallen und ab nach Hause.

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