Donnerstag, 5.5.2016 - Herrentag

Viertelzehn geht's los. Wir sammeln noch Anne in Berlin ein.  Eigentlich lässt uns das Navi freie Auswahl, entweder über die A13 und Dresden oder linksrum über die A10 und Leipzig nach Geyer, beides soll knapp 3 Stunden und 20 Minuten dauern. Aktuelle Ereignisse lassen uns den Weg über Oederan nehmen. Mittagessen, ein paar Absprachen und wir nehmen den Weg durch Chemnitz  über die Landstraßen nach Geyer und kommen gegen 16:30 Uhr an.

39. Clubgeburtstag in Geyer

 http://www.gruppenhaus-geyer.de/

  • Anton-Günther-Weg 3,· 09468 Geyer
  • richtig nette Wirtsleute; 
  • Küche ist top ausgestattet; 
  • Frühstück - sehr gut;
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Schöne Menschen ringsum – hier kann man sich nieder lassen. Thüringer Bratwurst , Steaks und Maries Nudelsalat füllen die Mägen. Wenn jetzt noch Strom für den Bierkühler da wäre. Die Tür ist verschlossen am Schuppen. Unter großer Anteilnahme und vielen hilfreichen Kommentaren gelang es doch:„Doch der Knappe Uwerich besorgte sich `nen Diederich.“ natürlich spuren- und  zerstörungsfrei. Spontan geplante Protestaktionen „Gebt den Strom frei!“ konnten so vermieden werden und das Bier wird auch noch kalt.

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Am frühen Abend gibt es noch Stockbrot für die Kinder. So klingt der Herrentag am Lagerfeuer aus.

Freitag, 6.5.2016

Frühstück sehr gut, Brötchen, gekochtes Ei; Die Entscheidung ist gefallen. Käsesuppe soll es am Abend geben. Die Gastro (Petra und Bärbel) fährt in den Supermarkt  und holt die dort bereits telefonisch bestellten 12 kg Hack und noch ein paar Restzutaten ab. Bei strahlender Sonne wandert eine größere Gruppe in Richtung Greifensteine, teilt sich aber kurz hinter Geyer in die Wanderer und die Geocasher. 1€ kostet der Aufstieg auf die Aussichtsplattform.

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Zwei große Töpfe Käsesuppe (einer mit Pilzen, der andere mit Paprika) köcheln leise bei unserer Rückkehr in der sehr gut ausgestatteten Küche vor sich hin. Viele wohlwollend lobende Äußerungen am Abend  an die Köche und beteiligten Helfer:„…Ohhhh, mußt Du mir unbedingt verraten…“, „Was issen da drin? Das war ja lecker - nein - Käse?“

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Beim allabendlichen Lagerfeuer ist das gesamte chemische Fachwissen bei der nachhaltigen Oxydation  (thermische Zersetzung) des uns zur Verfügung gestellten fast naturbelassenen Lignins gefragt. Leuchtende Grüntöne, tiefes Dunkelblau ...  ganz wie es frei nach einem Kinderlied heißt "Rot, Orange, Gelb und Grün sind in unserem Feuer drin, Blau und Indigo geht's weiter auf der Lagerfeuerfarbenleiter und am Schluss ein Violett -- alle Holzschutzmittel sind komplett..." oder so ähnlich. Die Spezialisten einigen sich auf Barium, Selen, Kupfer und Blei ... Ja Freunde - wir waren im Erzgebirge! Spruch des Abends: "Der Ratzeputz hat mich hübsch angeputzt." Katrein,  mit einem sehr selbst bewussten Lächeln auf dem Weg ins Bett.

Samstag, 7.5.2016

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Wir sind zwei vollbesetzte Autos auf dem Weg nach Annaberg-Buchholz - unser Ziel die mit 65m Länge und 40m Breite die größte reine Hallenkirche der Spätgotik in Sachsen. Die Tür zum 78m hohen Kirchturm steht offen. Auf 32m Höhe befindet sich ein Rundgang. Eine Türmerfamilie,  die tatsächlich dort noch über dem Rundgang wohnt, trocknet ihre Wäsche in einer Ecke. Man schiebt sich zwischen T-Shirts und Socken durch. Wieder unten,  kommen wir über den Haupteingang ins Mittelschiff. In einer viertel Stunde gibt es eine Führung (30min). Die angehende Lehrerin will was fürs Studium tun, der Rest was für sich.

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Dreie besorgen die bestellten 120l  Mülltüten im örtlichen Drogeriemarkt, kaufen Geld und essen noch ein Eis. Dann holen sie die Teilnehmer der Führung wieder an der Kirche ab. Auf dem  Markt gibt es Fischbrötchen und Bratwurst  -unser Mittag. In der Markt-Bäckerei nehme wir  noch einen  „Café Togo“ und einen schnellen Liebesknochen (Eclair) zu uns. Ab ins Schaubergwerk www.roehling-stolln.de – auf  besonderen Wunsch von Micha. Die Drei testen den Weg zurück zum Markt (geschätzte 50 min), brechen nach 35 min aber ab, um rechtzeitig zurück zu sein.

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Tutti ist Master of heat and browning an beiden Schweinespießen, "Ich musste ja ein Jahr aussetzen...", da ist das Engagement besonders hoch, er lässt kaum Arbeit übrig für  Ente und Andy, die dann am Ende trotzdem identisch zu Tutti riechen. Saskia und Anne bereiten am Nachmittag mit nur ein paar wenigen Hinweisen („Milch nicht zu heiß werden lassen, sonst stirbt die Hefe.“) den Stockbrotteig vor. Hier wird aktiv für Gastronachwuchs gesorgt und ausgebildet.

Vor dem Schwein kommt das obligatorische Gruppenbild:

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Auch Silke fühlt sich wieder berufen, die Schweine fachgerecht in verzehrbare mundgerechte Stückchen zu zerlegen.  Magdeburger Zaziki  - ein „MUST  HAVE“  zum Schwein. Nur mit dem Schwarzbrot war´s diesmal knapp.

Sonntag, 8.5.2016

Wir werden alt  - keine Veranstaltung oder Besuch einer naheliegenden Sehenswürdigkeit, weil Micha Meniskus hat und so der entscheidende Treiber für ein artgerechtes Ausklingen des Clubus fehlt. Na dann eben Heimfahrt - viele Staus auf den Autobahnen, wir brauchen fast zwei Stunden länger.

 Zur Geschichte der Berg- und Bingestadt Geyer

Geyer ist eine Kleinstadt im Erzgebirgskreis in Sachsen mit etwa 4000 Einwohnern und wurde 1381 erstmals urkundlich erwähnt. Bereits Jahrzehnte zuvor war mit dem Bergbau begonnen worden. 1407 erhielt der Ort das kleine Marktrecht und 60 Jahre später wurde der Ort bereits als Stadt erwähnt. 1564 begann außerhalb des Ortes, in der Nähe des heutigen Greifenbachstauweihers, die Produktion von Arsenik (Arsentrioxid). Es wird zur Herstellung von Giften gegen Nagetiere und Insekten ebenso genutzt wie für die Konservierung von Fellen und Häuten. In der Glasherstellung nutzt man es zum Läutern und Entfärben der Schmelze. Daneben ist Arsentrioxid bereits seit der Antike als wirksames Mittel bei Blutkrankheiten und Syphilis bekannt. Seit der Spätantike war es das mit Abstand am meisten verwendete Gift („Erbschaftspulver“). Achtung: kein Fabrikverkauf!!!    Die Stadt Geyer bezeichnet sich selbst als Berg- und Bingestadt. Eine Binge (oder Pinge) ist eine keil-, graben- oder trichterförmige Vertiefung, die durch Bergbautätigkeiten entstanden ist. Zwei Bingebrüche in den Jahren 1704 und 1803 schufen das Wahrzeichen von Geyer, den riesigen Einbruchkrater. Das Gestein litt durch die Abbaumethode (Kammerabbau) des Feuersetzens sehr an seiner Festigkeit und es kam zu diesen gewaltigen Einstürzen. Das Felsmassiv des "Knauers" ragt aus der kraterförmigen Vertiefung heraus. Die Binge hat einen Durchmesser von ca. 200-250 m und eine Tiefe von 50-60 m.

Quelle: (komplett zusammenkopiert von Wikipedia und der Stadtseite)       http://www.stadt-geyer.de

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